Seniorenzentrum St. Barbara stark nachgefragt  11.04.2017

Das am 1. September 2016 in der Appenweiererstraße eingeweihte neue Seniorenzentrum in Oberkirch zieht die Bilanz der ersten 200 Tage. Die Geschäftsführerin Dr.Kristiane Schmalfeldt beschreibt zusammen mit ihren Pflegedienstleiterinnen Christine Batzler und Rosa Müller die bisherige Entwicklung

Das am 1. September 2016 in der Appenweiererstraße eingeweihte neue Seniorenzentrum in Oberkirch zieht die Bilanz der ersten 200 Tage. Die Geschäftsführerin Dr.Kristiane Schmalfeldt beschreibt zusammen mit ihren Pflegedienstleiterinnen Christine Batzler und Rosa Müller die bisherige Entwicklung

Bei der Eröffnung im Herbst 2016 waren die Erwartungen an die „Wohnen und Pflege Oberkirch gGmbH“ seitens der Öffentlichkeit hoch. Wie hat sich die Belegung in den ersten 7 Monaten nun tatsächlich entwickelt?
K. Schmalfeldt: Die 10 Einheiten im betreuten Wohnen waren sehr schnell vergeben. Von unseren 60 Plätzen in den 5 Hausgemeinschaften sind z.Zt. 42 belegt. Wegen der großen Nachfrage im Bereich Kurzzeitpflege rechnen wir mit einer Vollauslastung des Hauses bis zum Sommer.

Das Konzept der stationären Hausgemeinschaften ist in Oberkirch neu. Wie hat es sich bewährt?
R.Müller: Da jeder der 12 Bewohner einer Hausgemeinschaft ein Einzelzimmer hat, sich jedoch alle im großen Wohnzimmer mit seiner integrierten Küche treffen können, ist viel Raum für eine individuelle Lebensgestaltung gegeben, auf die auch pflegebedürftige Menschen heute Wert legen.

Sollten sich die Bewohner nicht auch bei der täglichen Küchenarbeit engagieren?
R.Müller (lacht): „Sollten“ sicher nicht. Für die täglichen Mahlzeiten sorgt je Gemeinschaft eine professionelle Alltagsbegleiterin. Allerdings beteiligen sich viele Bewohnerinnen nach ihren Möglichkeiten sehr gern beim Kochen oder z.B. beim Tischdecken. Diese für sie gewohnten Tätigkeiten erleben sie als Teilhabe am Alltagsleben in der Hausgemeinschaft.

Wie ist die Versorgung pflegebedürftiger Mitglieder einer Hausgemeinschaft möglich?
K. Schmalfeldt: Wir haben im Haus so viele Pflegekräfte, wie nach den Pflegegraden unserer Bewohner insgesamt nötig sind. Diese Pflegekräfte betreuen die Menschen in den einzelnen Gemeinschaften; so als gingen sie in deren Privatwohnung.

Bewährt sich der Standort hier an einer vielbefahrenen Straße?
Ch. Batzler: Es gab bereits den Fall, dass ein Bewohner von der stillen Gartenseite nach vorne zur Straße hin umzog, da „dort mehr los ist“, wie er sagte. Insgesamt profitieren wir sehr von der Einbindung in das alltägliche Leben. Sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, kurze Wege in die Stadt, der Mehrgenerationengarten in der Nähe. Und die nahgelegene Stadthalle bietet die Möglichkeit, dort an Veranstaltungen teilzunehmen, wie dem Tanzcafè im Herbst. Wir haben auch von dort aus Gegenbesuche erhalten, z.B. in der Fasentszeit durch Musikgruppen. Also viele Vorteile – und gegen Straßengeräusche haben wir bei Bedarf sehr dichte Fenster.

Da bleiben ja kaum noch Wünsche offen!
K.Schmalfeldt: Oh doch, wir planen viel, nachdem jetzt der große Rahmen steht. Als nächstes werden wir die Wände in den Hausgemeinschaften entsprechend ihrer heimatbezogenen Namen mit passenden Bildern gestalten. Der Frühling macht Gartenmöbel auch für die Balkone erforderlich. Überhaupt hatten wir bislang noch keine Gelegenheit unseren großen Innengarten zu gestalten. Das kommt jetzt. Sehr erfreulich ist, dass das Profil unseres Hauses auch von Ehrenamtlichen stark mitgeprägt wird. So z.B. in der seelsorgerlichen Betreuung, die uns, da wir ein christliches Haus sind, ein besonderes Anliegen ist.

St. Barbara also ein voller Erfolg?
Zusammen mit unserem bewährten Haus St. Josef können wir mit dem neuen Seniorenzentrum St. Barbara den Menschen in Oberkirch eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten und umfassende Pflege anbieten.


Dr. Kristiane Schmalfeldt (Mitte) ist Geschäftsführerin von St. Josef und
St. Barbara, die beiden Pflegedienstleiterinnen Rosa Müller (links) mit
Schwerpunkt St. Josef und Christine Batzler, St. Barbara ergänzen sich im Team.